Freitag 26. März 2010 |
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Eröffnung der "Veranstaltungsreihe zum Sicherheitsparadigma" & LatinOriente live! |
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Freitag, punkt 19 Uhr Teil 1: Auftakt zur Inneren Un/Sicherheit, u.a. mit Walter Fuchs (Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie). Anschließend Live-Session mit LatinOriente (Reinhören & Vorfreuen: www.myspace.com/latinoriente ) Teil 1: Auftakt zur Inneren Un/Sicherheit
Jedes Ereignis dieser "Veranstaltungsreihe zum Sicherheitsparadigma" wird sowohl künstlerisch-kreative Elemente (Film, Animation, Fotografie, Musik, Literatur ...) als auch klassische Formen demokratischer Selbstverständigungsprozesse (Vortrag/Impulsreferat, Workshop, Diskussion ...) miteinander kombinieren.
Herzliche Einladung zum Auftakt am 26.3. in die Wäscherei P!
Moderation des Abends: Benedikt Sauer
punkt 19 Uhr: Auftakt zur Inneren Un/Sicherheit - Perspektiven der AG
19:30 Uhr Walter Fuchs (s.u.): "Sicherheitsgesellschaft Österreich mbH?"
Sicherheit ist zu einem Leitbegriff der Gegenwart geworden. In ihrem Namen lassen sich scheinbar alternativenlose Zumutungen verkaufen, die bis zur massiven Einschränkung von Menschenrechten und Grundfreiheiten reichen. Das Streben nach Sicherheit - in das mehr und mehr auch nicht-staatliche Akteure eingebunden sind - entfaltet paradoxe Wirkungen, indem es immer neue Unsicherheiten sichtbar zu machen vermag. In Österreich scheinen internationale Entwicklungen indes spät anzukommen. Höchste Zeit für eine nüchtern-kritische Bestandsaufnahme!
Referent: Walter Fuchs Studium der Rechtswissenschaften und Kriminologie in Innsbruck, Rotterdam und Hamburg; 2006 „Franz-Gschnitzer-Preis“ der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Innsbruck für die Dissertation „Private Sicherheitsdienste und öffentlicher Raum“. Seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Rechts- und Kriminalsoziologie in Wien. Arbeits- und Interessensschwerpunkte: Rechtssoziologie, Wirtschafts- und Staatskriminalität, Sicherheit, Jugenddelinquenz, Geschichte der Kriminologie.
Ausgangspunkte zur "Veranstaltungsreihe zum Sicherheitsparadigma": In den letzten Jahrzehnten hat sich im Zuge gesamtgesellschaftlicher Transformationsprozesse ein neues Sicherheitsparadigma herauskristallisiert. Die Auswirkungen dieser Entwicklung hin zu einer "Sicherheitsgesellschaft", der ein fundamentaler Wandel sozialer Kontrolle zugrunde liegt, betreffen alle Lebensbereiche. Sie untergraben die Grundlagen politisch erkämpfter Demokratisierungsprozesse, stellen Menschen- und BürgerInnenrechte in Frage und bedrohen Meinungs-, Rede- und Versammlungsfreiheit ebenso wie die Freiheit der Kunst. Die marginale Präsenz einer kritischen Debatte sowohl in massenmedialen als auch alternativen Öffentlichkeiten ist der Auslöser für das vorliegende Projekt, das sich dieser Thematik anhand von einer Reihe miteinander in Zusammenhang stehender Diskussionslinien stellen wird. Initiiert werden soll ein interdisziplinär angelegter Kommunikationsprozess in Form einer Veranstaltungsreihe, dem im Vorfeld ein breiterer Vernetzungsprozess vorausgehen soll. Integraler Bestandteil der Initiative ist nicht nur politische Aufklärung – Hintergrundwissen, Analyse und Debatte –, sondern eine Form der Auseinandersetzung, die möglichst viele Ebenen und Sinne einbezieht.
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